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Echte Hingucker: Fault Line Cakes und andere Tortentrends auf der My Cake

Fault Line Cakes sind in aller Munde und gar nicht so schwierig, wie sie aussehen – Workshop-Programm der My Cake zeigt, wie es geht

Neue Backtrends präsentiert die My Cake: Aktuell angesagt sind sogenannte Fault Line Cakes, die mit ihrem ausgefeilten Design echte Hingucker sind. Auf der My Cake in Friedrichshafen am 1. und 2. Februar 2020 gibt es nicht nur jede Menge Zutaten für diese kreative Dekoration zu kaufen, sondern auch einen Workshop mit Deutschlands Tortenkönig Patrick Dörner. Er gibt neben zahlreichen weiteren Experten sein Wissen und Tipps zum Selbermachen weiter.

Kühlen, kühlen, kühlen. Tortenbacken besteht zur Hälfte aus Kaltstellen. Sonst verbinden sich die einzelnen Schichten nicht und das Kunstwerk ist in Sekundenschnelle hinüber. Für leidenschaftliche Hobbybäcker ist es auf jeden Fall spannend, sich am neuesten Tortentrend auszuprobieren: dem Fault Line Cake. Das ist eine mehrstöckige Torte, die am Seitenrand eine ungerade gezeichnete Linie hat, die den Kuchen halbiert. Diese Fault Line, englisch für Störungslinie, erinnert ein bisschen an eine geologische Bruchlinie nach einem Erdbeben. Die Idee dieses Hinguckers kommt aus den USA.

„Die Fault Line versteckt raffiniert das Innenleben der Torte“, erklärt Backprofi Patrick Dörner. Es gibt aber auch Fault Lines, die bewusst Bezug zum Innenleben nehmen. Besonders toll sieht dieser Effekt mit bunten Zuckerstreuseln aus, wenn diese aus dem Inneren des Kuchens hervorblitzen. Für die Dekoration ist erlaubt, was gefällt: Kekskrümel, Kandiszucker, Macarons, Früchte und vieles mehr. Die eigentliche Cremeschicht wird dabei extra dick aufgetragen, damit der 3D-Effekt entsteht. Grundsätzlich gilt: Zwischen jedem Dekoschritt kühlen.

Damit die Torte hinterher auch wirklich schmeckt und nicht nur gut aussieht, empfiehlt der 43-jährige Künstler, der auf der My Cake einen zweistündigen Workshop zum Thema Fault Line Cake anbietet, zum Beispiel Zuckerstreusel, die innen mit Schokolade gefüllt sind. Zwischendrin mache sich frisches Obst in dünnen Scheiben gut, wie etwa Kiwi oder Erdbeeren. Alles zusammen sorgt dann für den entsprechenden Wow-Effekt.

„Wer sich an diesen neuen Tortentrend wagt, sollte allerdings schon mal mit Buttercreme gearbeitet haben“, sagt der Experte. Im Vergleich zu einer Motivtorte sei ein Fault Line Cake aber einfacher zu gestalten, „denn die gebrochene Linie muss nicht perfekt sein – im Gegenteil.“ Dennoch ist so eine Torte vor allem beim ersten Mal eine Herausforderung für Hobbybäcker. Am besten belege man einen Workshop beim Experten, rät Patrick Dörner. Hier werden die einzelnen Dekoschritte erläutert und Hilfestellung gegeben.

Der gelernte Schreiner und Mediengestalter hat sich das Backen selbst beigebracht. Nachdem er beim „Das große Backen“-TV-Wettbewerb 2017 als erster Mann gewonnen hatte, stand für den gebürtigen Westerwälder fest, dass er sein Hobby zum Beruf macht. „So kann ich das Handwerkliche aus der Schreinerei mit dem Kreativen aus der Medienbranche miteinander verbinden“, erzählt er. Seither gibt Patrick Dörner in Kursen sein Wissen weiter, wie Backwaren perfekt verziert werden. Auch in den sozialen Medien und auf Messen ist der preisgekrönte Zuckerbäcker regelmäßig präsent.

Patrick Dörner hat noch einen Tipp für Anfänger: Der größte Fehler ist aus seiner Sicht, dass man sich zu viel vornimmt. „Wer noch nie gebacken hat, sollte unbedingt klein anfangen.“ Wenn das Backen in Stress ausarte, gehe der Spaßfaktor schnell verloren.

Zahlreiche Tipps und Tricks rund ums stressfreie Backen und Dekorieren geben auch die anderen 36 Workshops auf der My Cake, die sich mit Fragen beschäftigen wie „Worauf muss ich bei der Herstellung von Schokolade achten oder wie modelliere ich Figuren aus Fondant?“ Eine Voranmeldung ist erforderlich.